Akzeptanzforschung: Erst die Erfahrung der Kunden mit der Elektromobilität durch Car-Sharing erhöht die Kauflust

Der Technologiesprung zur Elektromobilität erfordert den Mut zu Experimenten mit den Kunden, um die Kauflust wirklich bestimmen zu können.

 Umfragen zur Kaufbereitschaft zeigen, dass die Elektromobilität von den Nutzernoffenbar zu  viel an Ungewissem  verlangt:  Reichweite, Batterielebensdauer, Wiederverkaufswert bleiben Gegenstand von Expertendiskussionen. Doch welche Rolle spielen die bisherigen Unwägbarkeiten wirklich am point of sale?

Ein wissenschaftliches Experiment mit einer repräsentativen Auswahl von deutschen Autofahrerinnen und Autofahrern, dass am CAR Institut in Nordrhein- Westfalen durchgeführt wurde, brachte bemerkenswerte Einsichten: Weniger die Reichweite oder die technischen Nachteile  verhindern höhere Verkaufszahlen, sondern die Wirksamkeit der  öffentlichen Meinung über Elektromobilität.

 

Über drei Monate wurden die Verhaltensweisen von Autofahrerinnen und Autofahrern erhoben. Sie wurden vor der Nutzung und nach der Nutzung zu ihrer Kaufabsicht befragt.

Gibt man den Nutzern dagegen einfach die Möglichkeit mit den Fahrzeugen zu fahren dann verschwindet die in der Befragung geäußerte Skepsis und die Vorbehalte gegen die Elektromobilität.

Nach dem Ausprobieren von Elektrofahrzeugen reagierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Experiment auf die neuen Angebote der Elektromobilität sehr positiv.Der Schlüssel zur Erhöhung der Kaufbereitschaft von Elektrofahrzeugen liegt also darin, den Autofahrerinnen und Autofahrern Erfahrung zu vermitteln.

 Es gibt kein besseres Instrument, als die Menschen durch Carsharing mit Elektrofahrzeugen und Elektromobilität vertraut zu machen.

Quelle: https://www.uni-due.de/~hk0378/publikationen/2012/Wirtschaftsdienst_4-2012_S274-279_kl.pdf

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Minddrive. Karmann Ghia goes green.

Wie kann der Elektromobilität zu einem besseren  Image am Markt verholfen werden?

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